Kulturelle Bildung in kommunalen Bildungslandschaften

Warum Vernetzung?

Der entscheidende Ort für eine gelingende kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen ist die Kommune. Als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe ist sie in den kommunalen Handlungsfeldern Jugend, Bildung, Schule und Kultur verortet.

Es gibt eine Vielzahl von Akteur*innen und Strukturen. Die Ansichten einzelner Ressorts, was kulturelle Bildung ist und was sie bewirken soll, können sehr unterschiedlich sein. Aktivitäten und Prozesse verlaufen häufig unkoordiniert, punktuell und ohne langfristige Perspektive. Die Wirkungen kultureller Bildung verringern sich hierdurch und Angebote verdichten sich an einer Stelle. Bestimmte Zielgruppen oder Stadtteile profitieren selten oder gar nicht von den Angeboten kultureller Bildung.

Wenn die verschiedenen Akteur*innen der kulturellen Bildung auf verschiedenen Ebenen gemeinsam wirken, können sie ...

  • alle Aktivitäten und Angebote zusammentragen, miteinander vernetzen und sichtbar machen,
  • ihre Kräfte bündeln und vom Know-How der Anderen profitieren,
  • neue, nachhaltige Möglichkeiten der Vernetzung und Kooperation finden,
  • große Projekte planen und sich die Arbeit (Anträge stellen etc.) dabei teilen,
  • sich durch den regelmäßigen fachlichen Austausch gegenseitig qualifizieren,
  • durch die unterschiedlichen Expertisen, die zusammentreffen, neue Zielgruppen erschließen,
  • Lücken in der Bildungslandschaft schließen.

Vernetzungsaktivitäten systematisch zu betreiben ist, mit einem Kommunalen Gesamtkonzept für kulturelle Bildung möglich.

Seit 2007 schreibt die Landesregierung jährlich einen Wettbewerb Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung aus.

Was braucht es?

  • Politische Akzeptanz und Unterstützung
  • Mitarbeiter*innen auf Verwaltungsebene, ...
    … die über ressortübergreifende Kommunikationsstrukturen verfügen und sich gegenseitig auf Augenhöhe begegnen.
  •  Kultureinrichtungen, ...
    ... die sich als "offene Labore" verstehen und sich mit anderen Einrichtungen und Partner*innen vernetzen.
  •  Jugendfreizeiteinrichtungen und Jugendverbände, ...
    … die ihre Ressourcen erkennen und sich auch als Bildungsorte verstehen sowie ihren einzigartigen Zugang zu Kindern und Jugendlichen als Stärke einbringen.
  • Schulen, ...
    … die ihren Schüler*innen kreative & individuelle Lernwege eröffnen möchten und nachhaltige Kooperationen mit Kulturpartnern eingehen.
  •  Künstler*innen, ...
    … die ihre Kunst professionell und leidenschaftlich vermitteln möchten und die Lebenswelten der Jugendlichen aufgreifen.