Fachbereich:

Kommune

Wir beraten, begleiten und unterstützen Kommunen und Kreise bei der:

  • Vernetzung von Jugendarbeit, Kultur und Schule
  • Weiterentwicklung kultureller Bildungsangebote
  • (Weiter-)Entwicklung eines kommunalen bzw. regionalen Gesamtkonzepts für kulturelle Bildung

Kommunale Gesamtkonzepte: Was ist das?

Ein Gesamtkonzept macht die vorhandenen Strukturen innerhalb der kommunalen kulturellen Bildungslandschaft sichtbar, bündelt sie, vernetzt sie miteinander und entwickelt sie weiter. Bei der Entwicklung sind verschiedene Akteur*innen ressortübergreifend beteiligt.

Damit kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche gelingen kann, kommt der Kommune als Wohn- und Lebensort zentrale Bedeutung zu. Um kulturelle Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche zu erweitern, entwickeln immer mehr Städte und Kreise in NRW kommunale bzw. kreisweite Gesamtkonzepte für kulturelle Bildung. Durch ein Gesamtkonzept können Vernetzungsaktivitäten systematisch vorangetrieben und die kulturelle Bildung einer Gemeinde, einer Stadt oder eines Kreises planvoll weiterentwickelt werden.

Wenn junge Menschen aktiv an der Entwicklung kommunaler Gesamtkonzepte für kulturelle Bildung beteiligt sind, verändert das nicht nur die Inhalte – es verändert die Strukturen. Ihre Ideen, Fragen und Impulse bringen andere Perspektiven in den kommunalen Entwicklungsprozess und sorgen dafür, dass die kulturelle Bildungslandschaft einer Stadt lebendig, vielfältig und zukunftsfähig bleibt.


Prozesse: Wie läuft es ab?

Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung werden in der Regel im Rahmen eines mehrschrittigen Prozesses umgesetzt.

Wir begleiten Sie bei der Planung und Umsetzung der einzelnen Prozessbausteine und bieten folgende Unterstützung an:

  • Beratung und Begleitung bei der strategischen Planung eines Kommunalen Gesamtkonzepts für kulturelle Bildung
  • Entwicklung und Durchführung von Formaten zur Vernetzung von Akteur*innen aus Jugendarbeit, Kultur und Schule auf kommunaler bzw. Kreisebene (z. B. Fachtagungen, Netzwerkveranstaltungen und Workshops)
  • Moderation von ressortübergreifenden Gremien, Steuer- und Arbeitsgruppen
  • Unterstützung bei der nachhaltigen und partizipativen Weiterentwicklung kultureller Bildung vor Ort
  • Ideen und Impulse für neue Kooperationen und Netzwerkprojekte (Good-Practice-Transfer)
  • Interkommunale Vernetzung, von Partner*innen auf Landesebene und Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten

Fortbildung “Die Fäden in der Hand” – dritter Durchgang 2026

Kulturelle Bildung auf kommunaler Ebene kooperativ gestalten

Um kulturelle Bildungsprozesse auf kommunaler Ebene erfolgreich zu gestalten, braucht es starke Netzwerke, in denen Ressorts und Akteur*innen koordiniert agieren und vielfältige Zugänge schaffen. Für mehr kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen ist ein abgestimmtes Zusammenspiel der Bereiche Jugend, Kultur, Bildung und Integration gefragt.

Die praxisorientierte vierphasige Fortbildung zeigt mit interaktiven Methoden, wie Kommunen kulturelle Bildung vor Ort systematisch weiterentwickeln können. Sie erfahren, wie Sie ressortübergreifende Netzwerke stärken und so mehr kulturelle Teilhabe ermöglichen. Zudem erhalten Sie kompakte Einblicke in die kommunale Moderation und Steuerung von Netzwerkprozessen sowie die Entwicklung eines kommunalen Gesamtkonzepts für kulturelle Bildung.

Angesprochen sind Mitarbeiter*innen aus Kommunalverwaltungen in NRW: Vertreter*innen der Ressorts Jugend, Bildung, Kultur (Kulturbüros, Jugendämter, Bildungsbüros).

Weitere Infos zur dritten Runde ab Februar 2026


Ihre Ansprechpartner*innen

Ulrike Münter
Referentin Kommunale Gesamtkonzepte
gesamtkonzepte@kulturellebildung-nrw.de
02191 794-366

Sarah Maria Braun
Referentin Kommunale Gesamtkonzepte
gesamtkonzepte@kulturellebildung-nrw.de
02191 794-375

Viola Kelb
Referentin Kommunale Gesamtkonzepte
gesamtkonzepte@kulturellebildung-nrw.de
02191 794-375

Praxisbeispiele: Wie sieht es aus?

Zahlreiche Städte und Regionen in NRW haben bereits erfolgreich Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung auf den Weg gebracht und sind im Rahmen des Landeswettbewerbs “Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung” ausgezeichnet worden. Hier präsentieren wir Ihnen die aktuellen Preisträger 2025.

Ein starkes Netzwerk

Die kulturelle Bildungslandschaft der Stadt ist durch ein heterogenes Gefüge vielfältiger Angebote, Akteur*innen und Einrichtungen geprägt. Strukturelle Lücken verhindern eine flächendeckende und chancengerechte Teilhabe vieler junger Menschen. Das prämierte Gesamtkonzept wirkt dem entgegen.

Bereits 2024 wurde eine Koordinierungsstelle für kulturelle Bildung geschaffen. Im April 2025 fand ein Kick-Off-Treffen „Kulturelle Bildung in Bonn“ mit 160 Bonner Künstler*innen, Vertreter*innen von Kultureinrichtungen, Schulen, Kitas und Jugendzentren statt. Die Ergebnisse des Treffens sowie die einer gesonderten Umfrage flossen in das Gesamtkonzept ein. Die Kerngruppe des Bonner Netzwerks Kulturelle Bildung hat gemeinsam Vision, strategische Ziele und konkrete Maßnahmen für das Konzept entwickelt und wird diese zukünftig in deren Umsetzung steuern.

Im Fokus der weiteren Entwicklungen stehen unter anderem die Sichtbarkeit und Wertschätzung für kulturelle Bildung, die Vernetzung sowie die Partizipation von Jugendlichen.


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Netzwerkarbeit und Partizipation in den Fokus

Der Kreis Euskirchen stärkt mit seinem Kommunalen Gesamtkonzept kulturelle Bildung als wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.

Ziel ist es, Menschen jeden Alters den Zugang zu Kunst, Kultur und kreativer Teilhabe zu ermöglichen sowie die kulturelle Vielfalt der Region sichtbar zu machen. Das Konzept bündelt bestehende Angebote, fördert neue Kooperationen und schafft nachhaltige Strukturen. Der inhaltliche Fokus für die Weiterentwicklung der kulturellen Bildung liegt in den nächsten Jahren auf der Netzwerkarbeit und der Partizipation junger Menschen.

So wird ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Vielfalt, zur regionalen Identität und zur Zukunftsfähigkeit des Kreises geleistet.


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Wuppertal: offen – partizipativ – vernetzt

Mit ihrem Kommunalen Gesamtkonzept für kulturelle Bildung stärkt die Stadt Wuppertal kulturelle Bildung als zentralen Bestandteil des städtischen Lebens. Es schafft einen verbindlichen Rahmen, um kulturelle Bildungsangebote zu sichern, weiterzuentwickeln und langfristig zu vernetzen. Barrierearme Zugänge, diversitätssensible Angebote und die aktive Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sind zentrale Bestandteile.

Das Besondere: Stadt und Freie Szene arbeite(te)n eng zusammen, etwa in der Steuergruppe Kulturelle Bildung. Gemeinsam wurden Formate wie das Festival der Kulturellen Bildung und die Arbeitsgemeinschaft Junge Perspektiven geschaffen. Und: Junge Menschen, die ihre Perspektiven und Wünsche einbringen, sind zentraler Bestandteil des Konzepts


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Münster Vor der Haustür Teilhabe ermöglichen

Die Stadt wurde für ihr Konzept zu „Münster macht Kultur“ ausgezeichnet. Hier werden vier dezentrale Stadtteilkulturorte zu Dreh- und Angelpunkten der kulturellen Bildung: das Begegnungszentrum und Theater in der Meerwiese, das Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus, das Bennohaus sowie das Torhaus des Stadtheimatbundes Münster.

„Münster macht Kultur“ versteht Kultur nicht nur als Angebot, sondern als gemeinschaftlichen Prozess. Künstler*innen, Initiativen, Vereine, Institutionen und insbesondere junge Bürger*innen sind eingeladen, Kultur aktiv mitzugestalten. Kultur soll dort stattfinden, wo Menschen leben. Deshalb denkt das Konzept über etablierte Orte hinaus und bringt kulturelle Angebote in Stadtteile, auf öffentliche Plätze und in neue Räume. So entsteht ein lebendiges kulturelles Netzwerk, das die ganze Stadt verbindet.


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Ahlen: „Kulturstark in Ahlen“

Die Stadt wurde in 2025 für die Konzeptförderung ausgezeichnet und erhält in den nächsten drei Jahren erhält die Stadt jeweils 20.000€ für ihre kulturelle Bildungsarbeit. In den vergangenen Jahren wurde eine Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung gegründet und eine Kulturplanungskonferenz ins Leben gerufen. In der dreijährigen Konzeptförderung soll das Netzwerk der Kulturellen Bildung weiter ausgebaut werden, um allen Kindern und Jugendlichen passende Angebote zu machen.

Geplant ist etwa ein Projekt, um Kulturelle Bildung fest im Offenen Ganztag zu verankern: Die Albert-Schweizer-Grundschule und das Heimatmuseum bieten dabei gemeinsam Erkundungstouren in die Stadtgeschichte an. Auch die Umsetzung von „Kultur macht stark“ und „Kukita – Künstlerinnen und Künstler in die Kita“ wird angestrebt.

Bürgermeister Matthias Harman: „Gerade in Zeiten struktureller und finanzieller Herausforderungen, wie wir sie aktuell erleben, ist diese Konzeptförderung ein wichtiges Zeichen. Sie schafft Verlässlichkeit, gibt Perspektive und unterstreicht, dass Investitionen in Kulturelle Bildung Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft sind.“


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Bad Oeynhausen: Lokal, verankert, weltoffen, planvoll

Die Stadt wurde zum zweiten Mal für die Sonderzulage Ganztag ausgezeichnet. Bereits 2023 implementierte sie das Projekt „Welt der Märchen“. Mittlerweile findet es an allen Bad Oeynhausener Grundschulen im Ganztag statt! Die Reihe wird jeweils in Absprache mit den OGS-Teams geplant und vom städtischen Kulturbereich organisiert.

Das aktuelle Konzept entwickelt das Projekt qualitativ und strukturell weiter, in dem es

  1. die Kooperationspartner erweitert und professionalisiert,
  2. einen Künstler*innenpool schafft und
  3. zur Koordinierung eine Steuergruppe einrichtet.

In der Umsetzung machen zahlreiche Veranstaltungen, Kreativ-Workshops, Erzählstunden und Fortbildungen dieses Konzept lebendig.


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Kamp-Lintfort: Kulturelle Bildung für alle

Die Stadt wurde in 2025 für die Konzeptförderung ausgezeichnet und erhält für drei Jahre jeweils 20.000€ für ihre kulturelle Bildungsarbeit. Die Basis hierfür bildet eine starke Steuerungsstruktur: Die Koordinierungsstelle für Kulturelle Bildung, der Arbeitskreis Kulturelle Bildung sowie die „Arena Kulturelle Bildung Kamp-Lintfort“.

In Zukunft soll vor allem der OGS-Bereich ausgebaut, das kulturelle Ehrenamt gestärkt und noch mehr partizipative Projekte für und mit jungen Menschen entstehen.


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Hamminkeln: Kulturelle Bildung ganz praktisch

Die Stadt wurde 2025 zum zweiten Mal für ihr kommunales Gesamtkonzept ausgezeichnet. Ein lebendiges Netzwerk und viele Kooperationen zeigen, wie kulturelle Bildung vor Ort praktisch umgesetzt und weiterentwickelt wird.

Neue Formen der Zusammenarbeit – zum Beispiel mit dem Qualitätszirkel Ganztag –, neue Finanzierungsmöglichkeiten – wie durch die Konzeptauszeichnungen – sowie neue Formate – wie „Kultur geht baden“ – sorgen für zahlreiche Teilhabechancen für junge Menschen.


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Preisträger-Archiv

Welche Stadt hat schon einmal den Preis für ihr Gesamtkonzept bekommen? Welche Kommune hat die Förderung für ihr Ganztagskonzept erhalten? Hier präsentieren wir Ihnen die Preisträger der vergangenen Jahre.

Barrieren abbauen in Moers

Kulturelle Bildung ist der Schlüssel zu Persönlichkeitsentwicklung, gesellschaftlicher Teilhabe und Integration. Sie stärkt Identität und fördert Diversität. In Moers zeigt das ausgezeichnete Gesamtkonzept 2024, wie ein starkes Netzwerk aus Schulen, Kitas, Jugend- und Kultureinrichtungen sowie Kunstschaffenden erfolgreich Barrieren abbaut. Das Ziel: Kulturelle Bildung für alle. Gemeinsam wird das Bündnis nachhaltig weiterentwickelt – für eine offene, vielfältige Zukunft.


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Direkt zum Konzept (PDF)


Gronau: Kultur hoch drei mit hochgesteckten Zielen

Die Zukunft der kulturellen Bildung in Gronau hat schon begonnen: Das Netzwerk wächst weiter – mit Fokus auf Vernetzung, Räume und Chancengleichheit.

  • Bis 2026 entsteht eine Plattform für Eltern, Künstler*innen und Institutionen – mit Angeboten, Events und einer Künstler*innenbörse.
  • 2025 gibt es einen KuBiG3-Praxistag für eine Stärkung und Festigung der Zusammenarbeit in der Kulturszene.
  • Mehr Räume für Kultur: Ausbau eines Dritten Ortes in Epe und neue interkulturelle Kooperationen.
  • Tanz, Theater und digitale Medien werden ausgebaut und weiter gefördert, auch durch die Angebote aus dem Programm Kulturrucksack NRW und dem Projekt Kulturstrolche

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StädteRegion Aachen: „Kraftstoff“ für eine Bildungsregion

„Wir fördern alle Menschen in unserer Region, weil Bildung Zukunft ist.“ Unter diesem Motto bündelt die StädteRegion Aachen alle Projekte und Maßnahmen im Bereich Bildung und nutzt die besonderen Potenziale der Region, um sich als beispielhafte Bildungsregion zu profilieren. Für die Kulturelle Bildung bedeutet dies, dass jedem einzelnen Kind die Teilhabe an Kunst und Kultur ermöglicht werden soll.

Nach 2014 und 2018 hieß es „auf zum Dritten“ in der StädteRegion Aachen: Gemeinsam mit den Akteur*innen der kulturellen Bildungslandschaft, insbesondere mit den Vertreter*innen der Steuergruppe Kulturelle Bildung, hat sich die Koordinationsstelle im Bildungsbüro mit dem vorliegenden Gesamtkonzept aufgemacht, die Entwicklungen von 2018 bis heute zu bündeln und darzustellen sowie Ziele, Herausforderungen und Potenziale zu formulieren. Das Konzept soll an die Fortschritte der letzten zehn Jahre anknüpfen – wohl wissend, wie wertvoll ein guter Plan für strategisches und sinnvolles Handeln ist. Die beiden Auszeichnungen aus den Jahren 2014 und 2018 waren für die StädteRegion genau der richtige Kompass – und haben darüber hinaus Türen geöffnet, viel Wertschätzung gebracht und die Verantwortlichen in ihrem Handeln gestärkt.



Leverkusen: Sichtbar machen, was da ist

Der Weg zum ersten Kommunalen Gesamtkonzept für Kulturelle Bildung in Leverkusen nimmt Fahrt auf! In nur sechs Monaten entstanden eine Steuer- und eine Netzwerkgruppe. Zahlreiche Treffen führten zu konkreten Maßnahmen – darunter das erste spartenübergreifende Schulkulturfestival.

Die Ziele sind: kulturelle Angebote sichtbar machen, Teilhabe ermöglichen und Diversität fördern. Ein nächster Meilenstein ist die Netzwerkveranstaltung „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“.

Leverkusen braucht seinen eigenen Atlas der kulturellen Bildung – ein wachsendes Nachschlagewerk für Akteur*innen und Interessierte. Daran arbeitet das Team mit Begeisterung und Tatkraft weiter.



Essen: kreativ, partizipativ, transformativ

Die Stadt Essen will das Angebot und die Strukturen der Kulturellen Bildung erweitern und dabei
den Schwerpunkt auf die folgenden Handlungsfelder legen:

Partizipation und Teilhabe: Die Förderung von Partizipation und Teilhabe der jungen Menschen an kulturellen Bildungsangeboten steht im Mittelpunkt. Dies beinhaltet die Einbeziehung der Gemeinschaft in die Gestaltung und Planung von kulturellen Projekten.

Information, Transparenz und Beratung: Die Schaffung von mehr Informationen, Transparenz und Beratungsmöglichkeiten in Bezug auf kulturelle Bildung, um sicherzustellen, dass die Bevölkerung gut informiert und beraten ist.

Innovation und Freiraum: Die Förderung von Innovation und kreativen Freiräumen, um neue Ansätze und Ideen in der kulturellen Bildung zu ermöglichen.

Struktur, Qualifizierung und Nachhaltigkeit: Die Stärkung der Strukturen und Qualifikationen im Bereich der kulturellen Bildung, um langfristige Nachhaltigkeit sicherzustellen.

Evaluation und Monitoring: Die Einrichtung von Mechanismen zur Evaluation und zum Monitoring, um die Qualität und Wirksamkeit der kulturellen Bildungsmaßnahmen zu überprüfen und zu verbessern.

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Unna: Vielfalt. Ganzheitlichkeit. Erfahrung

Mit drei Handlungsschwerpunkten hat sich die Stadt Unna um die dreijährige „Konzeptförderung Kommunale Gesamtkonzepte für kulturelle Bildung“ beworben.

1. Kultur und Schule
Die Identifikation als Schwerpunkt geht zurück auf den Steuerungsworkshop im Januar 2023, bei dem die strukturelle Einbeziehung und Unterstützung der allgemeinbildenden Schulen als hohe Priorität benannt wurde, und auf die Arbeitsgruppe „Kultur und Schule“ bei der Kulturentwicklungskonferenz im März 2023.

2. Kulturelle Bildung im Ganztag
Der Handlungsschwerpunkt befasst sich mit dem Einbezug der Kulturellen Bildung in die Angebote zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter. Ein gelungener Ganztag setzt voraus, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, die auf unterschiedlichen Ebenen unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusammenbringen. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Kommunen zu, die mit ihrer zentralen Steuerungsfunktion die Gestaltung des Ganztags mit verantworten. Dieser Handlungsschwerpunkt erhält eine zusätzliche Bedeutung dadurch, dass ab 2026 sukzessive der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder eingeführt wird.

3. Teilhabe und Partizipation
Der dritte Handlungsschwerpunkt hat seinen Ursprung im Steuerungsworkshop im Januar 2023 und der Arbeit zum Thema „partizipative Jugendkultur“ dort. Aus den Überlegungen des Workshops und der Arbeit während der Kulturentwicklungskonferenz 2023 entstand eine Projektidee „Partizipative Jugendkultur“, die zum einen Partizipation wirklich ernst nimmt und die zum anderen zur Stärkung und Unterstützung der jungen Kulturszene in Unna beiträgt.


Hilden: vielfältig, qualifiziert, integrativ und inklusiv für alle Altersstufen

Zielsetzungen und Maßnahmenpakete

Das Konzept zur kulturellen Bildung in Hilden umfasst zentrale Maßnahmen zur Vernetzung, Partizipation und Weiterentwicklung kultureller Angebote für Kinder und Jugendliche.

Vernetzung & Kommunikation
Die kulturpädagogische Fachkraft koordiniert die Netzwerkarbeit, stimmt Projekte mit Akteuren ab und verbreitet Infos über Veranstaltungen – u. a. per Social Media und einer geplanten digitalen Plattform.

Partizipation & Räume für Jugendliche
Eine Jugendgruppe entwickelt eigene kulturelle Angebote. Bestehende und neue Räume für kulturelle Aktivitäten werden identifiziert und genutzt. Regelmäßige Befragungen sichern die Mitgestaltung.

Kooperation mit Schulen
Schulische Ansprechpartner für kulturelle Bildung werden etabliert. Außerschulische Präsentationsmöglichkeiten und kulturelle Arbeitsgemeinschaften an Schulen werden ausgebaut.

Generationsübergreifende Ansätze
Kulturelle Bildungsangebote werden generationenübergreifend weiterentwickelt, um den Austausch zwischen Jung und Alt zu fördern.

Die Umsetzung erfolgt durch die kulturpädagogische Fachkraft in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt und weiteren Partnern.


Kamp-Lintfort: Umfassend vernetzt

Kamp-Lintfort ist bereits seit mehreren Jahren in Sachen koordinierter kultureller Bildung unterwegs. Die dritte Auszeichnung im Wettbewerb kommt also gerade recht, um die bisherige Arbeit weiterzuführen.

„Die stetige Weiterentwicklung der Angebote der Kulturellen Bildung ist ein zentraler Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit in Kamp-Lintfort.“ (Christoph Müllmann, Kulturdezernent)


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Mönchengladbach: Gelebte Partizipation

Die Stadt Mönchengladbach wurde 2023 für ihr Gesamtkonzept ausgezeichnet. Überzeugt hat die Bewerbung durch eine umfassende und strukturierte Herangehensweise, die darauf abzielt, die kulturelle Bildung langfristig zu stärken.
 
„Ziel ist ein quantitativer und insbesondere qualitativer Aufwuchs, der letztendlich sowohl den unterschiedlichen Zielgruppen im Mönchengladbacher Stadtgebiet als auch den Akteur*innen im Bereich der kulturellen Bildung zugutekommen soll.“ (Christiane Schüßler, Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport)

Essen: Kreativ, partizipativ, transformativ

Ein Konzept für mehr Beteiligung auf allen Ebenen! Die Stadt Essen erhält die Landesförderung für “KREATIV | PARTIZIPATIV | TRANSFORMATIV – Kommunales Gesamtkonzept für Kulturelle Bildung in Essen”. Die Übergabe des Fördermittelbescheides fand am 15. Januar 2024 durch die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Ina Brandes, statt. Herzlichen Glückwunsch!

„Nachgewiesen gelingende Praktiken der Kulturellen Bildung müssen von einer zeitlich befristeten Projektstruktur nun in verlässliche und dauerhaft funktionierende Regelstrukturen münden.“ Muchtar Al Ghusain, Geschäftsbereichsvorstand für Jugend, Bildung und Kultur


Bad Oeynhausen: Kurstadt mit lebendiger Kulturlandschaft

Das erste Gesamtkonzept der Stadt Bad Oeynhausen geht wichtige Schritte im Bereich Vernetzung an und schafft so nachhaltige Formate der kulturellen Bildung.

2021 wurde das Netzwerk Kulturelle Bildung etabliert. Es besteht aus 15 Akteur*innen verschiedener Ressorts und trifft sich alle zwei Monate. Ziele sind vor allem eine nachhaltige kommunale Vernetzung, vielfältige Kooperationen und verbesserte Kommunikationsprozesse.

In Zukunft möchten die Akteur*innen unter anderem die Kooperationen zwischen Kultur und Kitas auf- und ausbauen, die Zusammenarbeit mit freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern verbessern und das Netzwerk auch um jugendliche Vertreter*innen erweitern.

Bad Oeynhausen hat 2023 ebenfalls den Preis für die „Sonderzulage Ganztag“ gewonnen und wird somit auch hier die Vernetzung vorantreiben.



Der Kreis Lippe konnte 2023 bereits zum vierten Mal die Jury überzeugen und erhält die auf drei Jahre angelegte Konzeptförderung. Das Regionale Bildungsnetzwerk des Kreises hatte bisher vor allem  Kooperationen mit Kindertageseinrichtungen und Schulen in den Fokus gerückt. So haben sich in den letzten Jahren Kulturbeauftrage an Schulen, ein Mobilitätskonzept sowie der Lipper Kulturfonds etabliert. Das vorliegende Konzept nimmt zudem die offene Kinder- und Jugendarbeit, den offenen Ganztag sowie den Übergang von Schule und Beruf in den Blick.



Auf den Weg gemacht! Die Stadt Hamminkeln wird für ihr erstes Kommunales Gesamtkonzept für Kulturelle Bildung sowie die Sonderzulage Ganztag ausgezeichnet. Ministerin Ina Brandes überreichte den Preis an die Netzwerkgruppe, die die Konzepte gemeinsam erstellt hat. Ziel: Allen Kindern und Jugendlichen soll der Zugang zur Kunst und Kultur ermöglicht werden. Herzlichen Glückwunsch!



Am 29. Januar war die Kultur- und Wissenschaftsministerin Nordrhein-Westfalens Ina Brandes zu Besuch in Remscheid! Zum dritten Mal erhielt die Stadt eine Auszeichnung für ihr kommunales Gesamtkonzept für kulturelle Bildung. Auch das kulturelle Ganztagskonzept Remscheids wurde mit einem Preis gewürdigt. Anwesend waren u. a. auch Kulturdezernent Sven Wiertz und die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Kulturelle Bildung in Remscheid“.



Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird 2023 mit der dreijährigen Konzeptförderung ausgezeichnet! Ministerin Ina Brandes überreichte den Preis für das – in Entstehung und Umsetzung partizipativ angelegte – Konzept im Dezember an die Projektbeteiligten.



Das zweite Gesamtkonzept der Stadt setzt vor allem auf verschiedene Netzwerke: Die Strategiegruppe auf städtischer Ebene – bestehend aus dem Amt für schulische Bildung, dem Jugendamt und dem Kulturbüro – hat ein breit aufgestelltes Netzwerk aus „Anbietenden und Nachfragenden“ aufgebaut. Hier finden regelmäßige Treffen sowie „Runde Tische“ zu verschiedenen Schwerpunktthemen statt.