
Prävention und Kindeswohl
Digitaler Erfahrungsaustausch
Am 28. Oktober kamen rund sechzig Teilnehmende erstmals digital zum Austausch über „Prävention und Kindeswohl“ zusammen. Eva Neubert, LAG Kulturpädagogische Dienste (LKD) / Jugendkunstschulen NRW und Nadine Dersen, Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e. V. (LKJ) gaben einen fundierten Einblick in die Bedeutung von Prävention in der kulturellen Bildung. Sie zeigten, wie wichtig klare Schutzkonzepte, verlässliche Interventionen und gut vorbereitete Fachkräfte sind. Ziel bleibt immer: Gewalt verhindern und Kinder und Jugendliche stärken.
Nach dem Impuls nutzten die Kulturrucksack-Beauftragten die Gelegenheit zum Gespräch. Vier Breakout-Sessions boten Raum für Praxisberichte und Fragen. In „Theorie und Praxis“ berichteten Eva Neubert und Teona Gogichaishvili aus Remscheid von ihren Erfahrungen bei der Entwicklung eines Schutzkonzeptes. Die Session „Fortbildung und Praxisebene“ drehte sich um lokale Netzwerke: Qualifizierung von Referent*innen, gemeinsame Regeln, klare Kommunikation und kleine Signale im Raum, die Sicherheit geben.
Sehr praktisch wurde es mit Diane Müller (LAG Tanz NRW), die Materialien und Methoden vorstellte, die Fachkräften helfen, Schutzkonzepte direkt in Projekten anzuwenden. Im Austauschforum „Intersektionale Schutzkonzepte“ sensibilisierte Sima Julia Nodjavan (Coach e. V.) für Diskriminierung als Form von Gewalt und zeigte auf, wie sich diese Perspektive in Schutzkonzepte integrieren lässt.
Der Nachmittag machte deutlich: In der kulturellen Bildung wächst der Bedarf an Fortbildung und Beratung rund um Prävention und Kinderschutz. Der Austausch war konstruktiv, lebendig und sehr hilfreich für die weitere Arbeit.








