Wie blicken junge Menschen auf die Gesellschaft und was fordern sie von der Politik?

Die Befragung von jungen Menschen für junge Menschen zeigt:

    1. Junge Menschen haben ein unerfülltes Bedürfnis nach gesellschaftlichem Zusammenhalt. Knapp acht von zehn jun­gen Menschen (78 %) brauchen gesellschaftlichen Zusammen­halt, um positiv in die Zukunft zu blicken. Jedoch haben nur 43 % das Gefühl, dass unsere Gesellschaft zusammenhält. In keinem anderen Bereich liegen Bedürfnis und Realität so weit auseinander.
    2. Ein Drittel (33 %) der jungen Menschen hat das Gefühl, gar nicht richtig zur Gesellschaft zu gehören. Besonders aus­geschlossen fühlen sich junge Menschen in finanziell prekären Lebenslagen und junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 26 Jahren. Zudem fühlen sich Männer häufiger gesellschaftlich ausgeschlossen als Frauen.
    3. Junge Menschen blicken unterschiedlich in die Zukunft. Vier von zehn (40 %) vertrauen darauf, dass wir gemeinsam als Gesellschaft eine lebenswerte Zukunft schaffen können. Wie stark dieses Vertrauen ausgeprägt ist, hängt von individuellen Lebensumständen ab – vom Alter und Geschlecht, der finanziellen Lage bis hin zur Bildung und ob der Wohnort ländlich oder städ­tisch geprägt ist.
    4. Der Meinungsaustausch zu politischen Themen ist heraus-fordernd. Sechs von zehn jungen Menschen (59 %) haben den Eindruck, dass die politischen Ansichten in der Gesellschaft im­mer weiter auseinandergehen. Knapp die Hälfte (47 %) empfindet politische Diskussionen als herausfordernd. Die Gründe dafür sind vielseitig: Junge Menschen fühlen sich teilweise nicht ernst genommen – das betrifft insbesondere junge Frauen sowie junge Menschen mit niedrigem formalem Bildungsabschluss. Zudem haben einige das Gefühl, andere mit Argumenten nicht über-zeugen zu können.