Es muss nicht immer Bühne sein: Variationen des Schultheaters

Fachtag für das Schultheater NRW 2021

Digitale Veranstaltung
02. oder 03. Februar 2021

Ausgebucht. Keine Anmeldung mehr möglich

Programm

Ab 09:45 Uhr  Onboarding

10:00 Uhr Begrüßung
Georg Kentrup, Consol Theater Gelsenkirchen
Pia Hegener, Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW
Simone Hoberg und Hildegard Schroeter-Spliethoff, Vorstand des Landesverbandes Theater in Schulen NRW e. V.

10:15 Uhr Impulsvortrag
Kurt Pothen, künstlerischer Leiter des AGORA Theaters

10:45 Uhr Kaffeepause

11:00 Uhr Praktische Workshops

12:30 Uhr Mittagsimbiss

13:30 Uhr Weiterarbeit in den Workshops

15:30 Uhr Abschluss

ca. 16:00 Uhr Ende der Veranstaltung

 

Workshops am 02. Februar 2021


Workshop 1: Theaterpädagogische Reflexion: Abstand, Beziehung und Körpersprache- Ausgebucht. Keine Anmeldung mehr möglich

Als eine bestimmte Form der nonverbalen Kommunikation untersucht die Proxemik, welche Signale Individuen einander senden, indem sie einen bestimmten Abstand zueinander einnehmen. Dabei ist das vor- gegebene Spielfeld der Raum, in dem Kommunikation stattfindet.

Die Proxemik verbindet somit Kommunikationswissenschaft, Psycho- logie und Theater.

In dem Workshop werden Übungen zu unterschiedlichen Wirkungs- weisen dieses Phänomens erlebbar, besonders unter dem Aspekt der etwaigen Veränderung „proxemischer Botschaften“ und der Kommunikationssignale in Zeiten von Corona.

Thorsten Brunow ist Schauspieler, systemischer Coach und Teil des Leitungsteams des „theatergildenast“.


Workshop 2: Wo ist hier eigentlich die Bühne? - Zur performativen Praxis von Audiowalks- Ausgebucht. Keine Anmeldung mehr möglich

Wer spielt hier eigentlich Theater und wer schaut zu? Mit Kopfhörern und Geschichten auf den Ohren verlagert sich das Theater nach draußen – ein „unsichtbares“ Schauspiel, was sich über den öffentli- chen Raum legt. Mit der performativen Praxis von Audiowalks nehmen wir gleichzeitig diesen Raum in den Blick. Welche in ihm verborgenen Geschichten können durch den Audiowalk sicht- bzw. hörbar gemacht werden? Welche kommen hinzu? Was ist Teil der Inszenierung, was Zufall? Im Workshop werden verschiedene Konzepte und Grund- techniken zu Audiowalks erarbeitet und praktisch erprobt.

Anne Mahlow war als Dramaturgin und Kuratorin für die Ruhrtriennale tätig und arbeitet als Künstlerin, u. a. mit imaginary company.


Workshop 3: Distanz als Spielelement- Ausgebucht. Keine Anmeldung mehr möglich

In diesem Workshop nehmen wir uns die zurzeit allgegenwärtigen Abstandsregeln als Spielmöglichkeit vor. Welche Improvisationsregeln lassen sich daraus ableiten und welche Themen können sichtbar gemacht werden?

Wie erlebe ich den eigenen Körper in der Bewegung jenseits der spürbaren Kinesphäre der anderen und wie kann ich dennoch Kontakt zu bewegten Körpern im Raum herstellen?

Wir erforschen die Ausdehnung des eigenen Innenraumes in Bezug auf den begrenzten Außenraum und entwickeln auf dieser Ebene individu- elle Choreografien. Tänzerische Vorerfahrung ist nicht erforderlich.

Stefanie Elbers ist Choreografin und Tanzvermittlerin.
 

Workshops am 03. Februar 2021


Workshop 4: Einsatz von Video im Theater - Ausgebucht. Keine Anmeldung mehr möglich

Wie können wir Video-Technik im Bühnenkontext einsetzen? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser praktische Video-Workshop. Video-Technik kann verschiedene räumliche und inhaltliche Ebenen bespielen und so ein neues Theatererlebnis schaffen. Sie kann das Bühnenbild erweitern, neue Perspektiven durch filmische Beiträge (dokumentarisch oder inszeniert) etablieren oder die Bühne ganz ersetzen. Wir wollen im Workshop mit Kamera und Computer experimentieren, Fallbeispiele diskutieren und das Zusammenspiel von Theater und Video in seinen unterschiedlichen Facetten auspro- bieren.

Fabian Schulz ist Medienkünstler und wirkt an unterschiedlichsten Theaterproduktionen als Komponist, Sounddesigner und Video- künstler mit.


Workshop 5: „Vom platzenden Frosch“. Geschichten frei und lebendig erzählen- Ausgebucht. Keine Anmeldung mehr möglich

Wir alle lieben Geschichten – und wir alle erzählen Geschichten! Unser Leben ist undenkbar ohne diese Ausdrucksform, die zu den ältesten Kulturtechniken gehört. Wie aber gelingt es, eine Geschichte mündlich zum Leben zu erwecken? Wie entsteht bei den Zuhörenden Kino im Kopf – für das es weder Schrift und Buch noch Leinwand braucht?

In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in das freie und lebendige Erzählen von Geschichten und wie wir das Geschichtenerzählen Kindern und Jugendlichen spielerisch ver- mitteln können.

Selma Scheele ist studierte Theaterpädagogin und seit 2010 als Erzählerin und Fortbildungsleiterin tätig.


Workshop 6: Urbane Interventionen- Ausgebucht. Keine Anmeldung mehr möglich

Spielplatz Stadt. Wie lassen sich theatrale Praktiken in den öffentli- chen Raum der Stadt übertragen? Wie lange hält Kreide? Wie lange steht dieses Haus da drüben schon leer?

Ausgehend von der Praxis des Flanierens schärfen wir unseren Blick für die architektonische, soziale und historische Umgebung des Consol Theaters und entdecken Besonderes im Profanen. Mit kleinen performativen Gesten, Farbe, Absperrband oder unseren eigenen Körpern kontextualisieren wir Routinen, Personen und Gegenstände neu. Dabei geht es auch um pseudo-spontane Interventionen wie Flashmobs oder andere Formen des ästhetischen Protests. Theater trifft auf Performance, bildende Kunst und Aktivismus.

Sascha Flocken ist Theaterregisseur für junges und weniger junges Publikum.


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