Landesprogramm Kulturagenten für kreative Schulen NRW

Die Grundidee

Das Landesprogramm "Kulturagenten für kreative Schulen NRW" ermöglicht Schulen im gebundenen Ganztag gezielte Schulprogrammarbeit und Unterrichtsentwicklung mit dem Schwerpunkt „kulturelle Bildung“.

Ursprünglich von der Stiftung Mercator und der Kulturstiftung des Bundes 2011 ins Leben gerufen, ist es seit 2019 ein Landesprogramm, das vom Ministerium für Schule und Bildung NRW und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert und getragen wird.

Das Programm gibt es auf Bundesebene außerdem auch noch in Berlin, Hamburg und Thüringen.

PDF Kurzbeschreibung

Die Aufgaben der Kulturagent*innen vor Ort

Die Kulturagent*innen betreuen die einzelnen Schulen im Rahmen der Zusammenarbeit mit der sogenannten Schul-Kultur-Gruppe, dem Team von Kulturbeauftragten Lehrkräften, Kulturinteressierten Schüler*innen und Teilen der Schulleitung. Sie initiieren und begleiten den Prozess der Schul-Kultur-Programmarbeit und bereichern ihn durch die Vernetzung mit freien Künstler*innen und kommunalen Kultureinrichtungen. Außerdem helfen sie bei der Antragstellung des sogenannten Kunstgeldes, eines Projektfördergeldes zur Finanzierung der Kulturagenten-Projekte.

Ziele und Grundlagen

Die Ziele

Das Kulturagenten-Programm zielt einerseits darauf ab, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Welt der Künste zu eröffnen: Dies geschieht, indem ihnen nicht nur außerunterrichtlich im AG-Bereich oder in Projektwochen sondern auch in der unterrichtlichen Erarbeitung vielfältige, ganzheitliche und kreative Arbeitsweisen aus Kunst und Kultur eröffnet werden. So hat das Programm zum Ziel, erprobte Projektformate im Schulprogramm zu verankern; gerade die Verschränkung von künstlerisch-kreativen Denkweisen mit nicht musisch-künstlerischen Fächern steht hier im Zentrum.

Darüber hinaus soll es die Zusammenarbeit kommunaler Kultureinrichtungen, der Kommune selbst und der Schulen vor Ort stärken, indem Bildungspartnerschaften zwischen kulturellen und pädagogischen Einrichtungen langfristig angelegt werden.

Die Grundstruktur

Teilnehmende Schulen werden in einem Netzwerke bestehend aus drei bis fünf gebundenen Ganztagsschulen von einer/ einem Kulturagent*in betreut. Die Netzwerkschulen finanzieren gemeinsam durch die Kapitalisierung von Lehrer*innen-Stellen eine*n Kulturagent*in. Die Anstellung des/ der Kulturagent*in in der Kommune in Anlehnung an das kommunale Gesamtkonzept ist neben der Kapitalisierung von Stellenanteilen Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Programm. Koordiniert wird es durch die Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW. Von hier aus werden auch Tagungen für die Weiterbildung und den regelmäßigen Austausch für Kulturagent*innen und Kulturbeauftragte Lehrkräfte organisiert.

 

 

Zentrale Bereiche der Arbeit

Netzwerkarbeit

Kulturagent*innen bringen zumeist aus ihrer eigenen künstlerischen Arbeit in der Musik, dem Theater, der bildenden Kunst oder der Literatur schon ein großes Netzwerk an Kunstschaffenden mit und kennen sich in ihrem lokalen Netzwerk in der Kulturszene aus.

Ausgehend von dem bereits bestehenden kulturellen Angebot der jeweiligen Schule führen sie Künstler*innen und Kulturinstitutionen zur Deckung und Erweiterung des jeweiligen Bedarfes in neuen Projektformen, neuen Zeitschienen und an neu gedachten Orten zusammen.

Coaching und Prozessbegleitung

Kulturagent*innen entwickeln gemeinsam mit der Schul-Kultur-Gruppe, dem Team von Kulturbeauftragten Lehrkräften, Kulturinteressierten Schüler*innen und Teilen der Schulleitung passgenaue Kulturfahrpläne, die neben einer Übersicht über das bestehende Angebot, neben Vorhaben für das anstehende Schuljahr vor allem Visionen für eine langfristige kulturelle Perspektive aufzeigen. Schuljahr für Schuljahr werden auf diese Weise mit Hilfe der engagierten Künstler*innen und Kultureinrichtungen neue Vermittlungs- und Kooperationsformate entwickelt, durchgeführt und schließlich evaluiert.

Zentral ist hierbei sicher auch die Moderation des Findungsprozesses, der die Erkenntnis von möglichen Synergieeffekten, aber auch die Überwindung von Unterschieden in Organisations- und Zeitstrukturen zum Ausgangspunkt haben muss.

In genau diesem Prozess, der idealerweise drei bis fünf Jahre umfasst, entstehen dann idealerweise langfristige Kooperationen mit Kulturinstitutionen und lokalen, freien Künstler*innen. Ihre synergetische Wirkkraft wird durch die Implementierung im jeweiligen Schulprogramm verankert.

Organisation und Verwaltung

Kulturagent*innen unterstützen die Schul-Kultur-Gruppe auch in der konkreten Planung und Koordinierung der kulturellen Angebote eines Schuljahres und helfen bei der Beantragung der Projektgelder. Das kann auch bedeuten, dass sie in dem Fall, dass die Kommune nicht aus eigener Kraft den zwanzigprozentigen Eigenanteil aufbringen kann, Sponsoren und Stiftungsgelder akquirieren.


Anschrift und Kontakt:

Landesprogramm "Kulturagenten für kreative Schulen Nordrhein-Westfalen"

Küppelstein 34
42857 Remscheid

Tel.: 02191 794-378
Fax: 02191 794-205


Informationsflyer:


Das Landesprogramm "Kulturagenten für kreative Schulen Nordrhein-Westfalen" ist angesiedelt bei der Arbeitsstelle "Kulturelle Bildung NRW".

Ansprechpartnerin:

Simone Hoberg

Tel.: 02191 794-378
E-Mail: hoberg@kulturellebildung-nrw.de

Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW