Kulturagent*innen ...

Neun Kulturagent*innen betreuen jeweils ein lokales Netzwerk von bis vier, bzw. acht Schulen in den Städten Bielefeld, Essen, Münster, Oberhausen, Duisburg, Aachen sowie in der Städteregion Aachen und in einem weiteren gemeinsamen Netzwerke der Städte Herne, Herten und Dorsten.

Je Programmschule gibt es eine kulturbeauftragte Lehrkraft, die gemeinsam mit dem*der Kulturagent*in Kulturfahrpläne entwickelt und künstlerische Projekte passgenau für die jeweilige Schule initiiert. Durch das sogenannte "Kunstgeld" ist es den Programmschulen möglich, künstlerische Projekte mit Kulturinstituten und Künstler*innen modellhaft zu erproben oder zu verstetigen.

 

... und ihre Aufgaben

Netzwerkarbeit

Kulturagent*innen bringen zumeist aus ihrer eigenen künstlerischen Arbeit in der Musik, dem Theater, der bildenden Kunst oder der Literatur schon ein großes Netzwerk an Kunstschaffenden mit und kennen sich in ihrem lokalen Netzwerk in der Kulturszene aus.

Ausgehend von dem bereits bestehenden kulturellen Angebot der jeweiligen Schule führen sie Künstler*innen und Kulturinstitutionen zur Deckung und Erweiterung des jeweiligen Bedarfes in neuen Projektformen, neuen Zeitschienen und an neu gedachten Orten zusammen.

Coaching und Prozessbegleitung

Kulturagent*innen entwickeln gemeinsam mit der Schul-Kultur-Gruppe, dem Team von Kulturbeauftragten Lehrkräften, Kulturinteressierten Schüler*innen und Teilen der Schulleitung passgenaue Kulturfahrpläne, die neben einer Übersicht über das bestehende Angebot, neben Vorhaben für das anstehende Schuljahr vor allem Visionen für eine langfristige kulturelle Perspektive aufzeigen. Schuljahr für Schuljahr werden auf diese Weise mit Hilfe der engagierten Künstler*innen und Kultureinrichtungen neue Vermittlungs- und Kooperationsformate entwickelt, durchgeführt und schließlich evaluiert.

Zentral ist hierbei sicher auch die Moderation des Findungsprozesses, der die Erkenntnis von möglichen Synergieeffekten, aber auch die Überwindung von Unterschieden in Organisations- und Zeitstrukturen zum Ausgangspunkt haben muss.

In genau diesem Prozess, der idealerweise drei bis fünf Jahre umfasst, entstehen dann idealerweise langfristige Kooperationen mit Kulturinstitutionen und lokalen, freien Künstler*innen. Ihre synergetische Wirkkraft wird durch die Implementierung im jeweiligen Schulprogramm verankert.

Organisation und Verwaltung

Kulturagent*innen unterstützen die Schul-Kultur-Gruppe auch in der konkreten Planung und Koordinierung der kulturellen Angebote eines Schuljahres und helfen bei der Beantragung der Projektgelder. Das kann auch bedeuten, dass sie in dem Fall, dass die Kommune nicht aus eigener Kraft den zwanzigprozentigen Eigenanteil aufbringen kann, Sponsoren und Stiftungsgelder akquirieren.

Die Kulturagent*innen: