Kulturelle Bildung in der Jugendarbeit

In vielen Einrichtungen der Jugendarbeit spielen kulturelle Bildungsangebote eine bedeutende Rolle, in denen Kinder und Jugendliche zu den eigenen Themen künstlerische Ausdrucksformen entwickeln und sie präsentieren. In ihren künstlerischen Bildungsprozessen werden sie sowohl von Pädagog*innen als auch von Künstler*innen begleitet.

Grundlagen

Kulturelle Bildung in der Jugendarbeit

Kulturelle Bildung in der Jugendarbeit meint das selbstorganisierte, ästhetisch-gestalterische Handeln und Lernen von und zwischen Jugendlichen. Kulturelle Jugendarbeit, als originärer Aufgabenbereich der Jugendarbeit ist freiwillig, partizipativ, zieloffen (ohne Curricula). Unter anderem greifen Kindern und Jugendliche mit Musik, Tanz, Theater, Medien oder Graffiti die Themen ihrer Lebenswelten auf und entwickeln eigene künstlerische Ausdrucksformen.
Dr. Josties, Elke:
„Kulturelle Bildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ ,
Alice-Salomon-Hochschule 

Zusammenarbeit zwischen Pädago*innen & Künstler*innen

Für eine gelingende kulturelle Jugendarbeit braucht es eine gute Kooperation zwischen Pädagog*innen und  Künstler*innen, in der sie sich gemäß ihrer Fachlichkeit gemeinsam einbringen können. So sind Pädagog*innenfür den organisatorischen Rahmen verantwortlich und schaffen die notwendigen Freiräume. Sie bringen ihr Wissen zu den diversen Lebenslagen der unterschiedlichen Zielgruppen ein und fungieren als Türöffner*innen zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen. Die Künstler*innen begleiten die künstlerischen Prozesse, verfügen über Wissen der jeweiligen Kunst- und Kulturszenen und bringen stets neue Zugänge und Techniken in den Prozess ein.

Schorn, Brigitte:
„Zur Bedeutung von Kooperation in der kulturellen Bildung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit",
Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung NRW“

Jugendeinrichtungen mit kulturellem Profil

Kulturelle Jugendarbeit wird durch unterschiedliche kommunale und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe angeboten. Dabei sind die Profile der Träger mit ihren Jugendeinrichtungen vielfältig und entsprechend den sozialräumlichen Gegebenheiten sowie Lebenswelten ihrer Zielgruppen bedarfsorientiert angepasst. Diese Profile zeichnen sich besonders durch unterschiedliche Schwerpunktsetzungen und Kooperationen im Themenfeld der Kulturellen Bildung aus.

Sinoplu, Joanna:
„Einrichtungstypen der kulturellen Bildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit"
Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung NRW“ (Link Artikel)