Infos für Kulturschaffende

Landesregierung beschließt Soforthilfe für Kultur- und Weiterbildungseinrichtungen und freischaffende Künstler:
Soforthilfe für Kultur und Weiterbildung

Soforthilfe für freischaffende Künstler*innen

Die Landesbüros freie darstellende Künste NRW geben Informationen und unternehmerische Krisenberatung: https://www.nrw-lfdk.de/

Landesmusikrat NRW informiert über Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich Musik: https://www.lmr-nrw.de/corona-krise/

Die Stadt Essen gibt einen Überblick über Hilfestellungen für Künstler*innen sowie Selbständige aus der Kultur- und Kreativwirtschaft: https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1364612.de.html

Nordrhein-Westfalen, Stand 27.3.2020

Das BKJ (Verband für kulturelle Bildung) hat eine Reihe weiterer Informationen auf seiner Seite. Die Regelungen für Nordrhein-Westfalen haben wir hier herausgegriffen:
Um Betroffenen unverzüglich zu helfen und Liquiditätsengpässe zu vermeiden, hat die Landesregierung von Nordrehein-Westfalen Soforthilfen für Kultur und Weiterbildung beschlossen.

Soforthilfe für Künstler*innen

Mit einer Soforthilfe in Höhe von zunächst fünf Millionen Euro unterstützt die Landesregierung freischaffende, professionelle Künstler*innen, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten. Sie erhalten eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro. Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden. Hier gibt es weitere Informationen und das Antragsformular.

NRW-Soforthilfe 2020

Zur finanziellen Unterstützung von Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmen hat das Land Nordrhein-Westfalen das Soforthilfeprogramm „NRW-Soforthilfe 2020“ aufgelegt. Künstler*innen und freiberuflich tätige Dozent*innen der gemeinwohlorientierten Weiterbildung und der Politischen Bildung, die diese Tätigkeit als Haupterwerb betreiben, sind als Solo-Selbstständige antragsberechtigt.

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate:

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Weitere Informationen finden sich beim NRW- Wirtschaftministerium.

Kultureinrichtungen

Bereits bewilligte bzw. derzeit noch in Prüfung befindliche Förderungen in Höhe von mehr als 120 Millionen Euro werden in jedem Falle ausgezahlt – auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte wegen Corona abgesagt oder verschoben werden müssen. Zusätzliche Ausnahmeregelungen sollen Veranstalter und Einrichtungen finanziell wie zeitlich entlasten: So können etwa Ausfallkosten, die durch Absagen entstehen, als zuwendungsfähige Ausgaben im Rahmen der Förderungen anerkannt werden sowie die üblicherweise bei der Ver-wendung von Fördermittel geltenden zwei-Monats-Fristen gelockert werden.

Einrichtung der Weiterbildung und politischen Bildung

Auch im Bereich der gemeinwohlorientierten Weiterbildung und politischen Bildung plant die Landesregierung, die bereits bewilligten gesetzlichen Fördermittel in Höhe von ebenfalls rund 120 Millionen Euro fortlaufend und beschleunigt auszuzahlen, auch wenn Bildungsveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht durchgeführt werden können. Dadurch soll das Risiko verringert werden, dass die Einrichtungen in akute Liquiditätsprobleme kommen.

Außerdem arbeitet das Ministerium für Kultur und Wissenschaft an einem Hilfsprogramm für die Einrichtungen, um vor allem die fehlenden Einnahmen durch den Wegfall von Kursgebühren oder Teilnehmerbeiträgen auszugleichen, die im Bereich der gemeinwohlorientierten Weiterbildung etwa ein Drittel der regelmäßigen Einnahmen ausmachen.

Kindertagesbetreuung und Ganztag

Land und Kommunen haben in gemeinsamer Verantwortung die vollständige Weiterfinanzierung der Kindertageseinrichtungen, der Kindertagespflege und der Ganztagsangebote in den Schulen unabhängig von der konkreten Inanspruchnahme zugesagt.

Weitere Informationen

Der Landesjugendring NRW wird in den nächsten Tagen auf seiner Website Antworten auf häufig gestellte Abrechnungsfragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zusammenfassen und diese möglichst aktuell halten.

Die LKJ NRW hat Aktuelles zur Corona-Krise zusammengestellt.

Bundesregierung: Hilfen für Künstler und Kreative
Die Corona-Pandemie hat verheerende Folgen für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Vor allem viele kleine Kultureinrichtungen stehen am finanziellen Abgrund. Für Künstlerinnen und Künstler geht es um die Existenz. Die Bundesregierung hilft mit Unterstützung in Milliardenhöhe und weiteren Förderleistungen.

Bundesbeauftragte für Kultur und Medien
Angesichts der Absage von Kulturveranstaltungen und des spürbaren Besucherrückgangs wegen des Coronavirus hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters sich hinter die Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Künstler gestellt:
„Mir ist bewusst, dass diese Situation eine große Belastung für die Kultur- und Kreativwirtschaft bedeutet und insbesondere kleinere Einrichtungen und freie Künstlerinnen und Künstler in erhebliche Bedrängnis bringen kann“, sagte Grütters.

Link zur Website der Bundesregierung und der Kulturstaatsministerin

Die Allianz deutscher Designer (AGD) e.V. bietet zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf die Kultur- und Kreativwirtschaft Informationen zu diesen Themen

VERDIENSTAUSFALL KOMPENSIEREN

AUSSETZUNG UND HERABSETZUNG VON STEUERZAHLUNGEN

KURZARBEITERGELD

SOFORTHILFEN

AUSFALLHONORARE

FÖRDERMITTEL FÜR LAUFENDE PROJEKTE


Informationen der Künstlersozialkasse
Die Künstlersozialkasse möchte dazu beitragen, die Situation für ihre Versicherten und für die abgabepflichtigen Unternehmen abzufedern, soweit dies im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten möglich ist. Nachfolgend informieren wir Sie über die bis auf weiteres geltenden Regelungen, mit denen wir Zahlungserleichterungen schaffen wollen.
Mitglieder der Künstlersozialkasse (KSK) sollten ihr zu erwartendes vermindertes Einkommen melden. Damit sinken die monatlichen Beitragszahlungen. Der Versicherungsschutz bleibt im laufenden Jahr auch dann bestehen, wenn das Mindesteinkommen von 3.900 Euro jährlich nach aktueller Einschätzung nicht erreicht werden kann. Hier geht es direkt zum Antragsformular (PDF).
Link zur Künstlersozialkasse

Verdienstausfälle dokumentieren
Grundsätzlich ist es ratsam, Verdienstausfälle zu dokumentieren. Sammeln Sie Verträge, Auftragsbestätigungen, Mails, Briefe, Kurznachrichten etc., mit denen Sie nachweisen können, welche Aufträge Sie erhalten und wieder verloren haben. Das Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt (LanZe) hat eine Vorlage für die Dokumentation von Verdienstausfällen (Excell-Tabelle) aufgrund der Absage von Veranstaltungen erarbeitet.

 

Informationen des Kulturrates
Zur Website des Kulturrates

 

Kreative Deutschland hat ein Padlet veröffentlicht, das ständig zu Sofort- und Unterstützungsmaßnahmen aktualisiert wird.
https://padlet.com/kreativedeutschland/zu41puas9yk3?fbclid=IwAR1f5katKtAt4s7wkr9MuCa-a3CptH38olHw2HZWpxYZYUDvYr571Wrv8R8

Unterstützung durch Vewertungsgesellschaften
Über die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) können Inhaber*nnen eines Wahrnehmungsvertrags eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben.

Wortautor*innen und Verleger*innen haben die Möglichkeit über den Sozialfonds der VG Wort finanzielle Hilfen zu beantragen. Für den Antrag sind Angaben zu Einkünften und Vermögenslage notwendig.

Die VG Bildkunst bringt in Kürze so viele Ausschüttungen wie möglich auf den Weg. Einmalige Sonderzahlungen über das Sozialwerk werden momentan geprüft.

Die GEMA hat ein Corona-Nothilfe-Programm für GEMA-Mitglieder auf den Weg gebracht. Je nach seiner persönlichen Betroffenheit durch die Corona-Pandemie können Mitglieder Übergangshilfen von bis zu 5.000 Euro beantragen.

Die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger stellt einen Hilfetopf über 50.000 Euro für alle in Not geratenen Theaterschaffenden zur Verfügung. Gezahlt werden 500 Euro Sofort-Ausfall-Ausgleichszahlung pro Person. Enzelheiten und Informationen zum Antrag gibt es unter gdba(at)buehnengenossenschaft.de.