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28.09.2020 Kulturelle Bildung im Berufskolleg

Expertenforum in Remscheid: Kulturelle Bildung im Berufskolleg
Am 28. und 29. September trafen sich - auf Einladung der Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung NRW“ - zum zweiten Mal Schulleiter*innen und Kulturkoordinator*innen aus zehn Berufskollegs zu einem Expert*innenForum. Sie alle arbeiten langfristig daran, kulturelle Bildung abteilungsübergreifend in ihrer Schule zu integrieren. Neben den beeindruckenden Konzeptpräsentationen und der Vorstellung des Projektpartners LAG Arbeit, Bildung, Kultur NRW e.V., gab es einen intensiven Austausch mit Vertreter*innen aus dem Schul- und dem Kulturministerium.

Damit kulturelle Bildungsangebote ihre positive Wirkung entfalten können, müssen sie strukturell in die Schulprogramme und didaktische Jahresplanungen eingebunden werden. Dazu brauchen die Berufskollegs Unterstützung und Rückendeckung durch das Land NRW. Das Engagement der Berufskollegs wird durch die Ministerien sehr geschätzt.

Bundesweit besuchen ca. 2 Millionen junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren ein Berufskolleg. Für die meisten Lernenden ist dies die letzte Möglichkeit, kulturelle Bildungsangebot zu erleben, die sie in ihrer Ganzheitlichkeit und Individualität fordern und fördern. Im Rahmen eines Expert*innenForums zeigten die nordrhein-westfälischen Berufskollegs, wie sie kulturelle Bildung nachhaltig in ihre Schulprogrammen verankert haben. Ihre Erfahrungen zeigen, dass die produktive Auseinandersetzung mit Theater, bildender Kunst, Musik oder Tanz geeignete Ansätze zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung bietet und Kompetenzen fördert, die für die Gestaltung eines gelungenen Lebens aber auch für den Arbeitsmarkt wichtig sind: Flexibilität, Kreativität, Improvisationsbereitschaft, Ausdauer, Teamgeist etc. Insbesondere im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung können kulturelle Projekte bei den Teilnehmer*innen bemerkenswert positive Veränderungen initiieren, die nachhaltig wirken.

Richard Stigulinzky, Gruppenleiter im Schulministerium für die berufliche Bildung, schlug u.a. einen Leitfaden vor, der andere interessierte Berufskollegs auf dem Weg zu einer kulturellen Schulentwicklung unterstützt.

Pia Hegener, MSB, betonte das Potenzial kultureller Bildung durch die Verankerung als „durchgängiges Wirkkonzept“.

Dr. Michael Reitemeyer, Gruppenleiter im Kulturministerium und u.a. verantwortlich für die Kulturelle Bildung unterstrich die Bedeutung von Kooperationen mit Kulturpartnern und die Rolle der kommunalen Gesamtkonzepte. Es wurde vereinbart, das Gespräch über Rahmenbedingungen und Förderstrukturen für die kulturelle Bildung im Berufskolleg fortzusetzen. Interessierte Berufskollegs können sich von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW beraten lassen.

Kontakt:
Gisela Wibbing
02191 794-374
wibbing@kulturellebildung-nrw.de