Aktuelles aus NRW

Schule der Vielfalt feiert

Seit zehn Jahren gibt es die erfolgreiche NRW-Kooperation zu Schule der Vielfalt: Am 1. August 2012 ging die Kooperation von rubicon, Rosa Strippe und dem Schulministerium gemeinsam mit SCHLAU an den Start.

Foto: Frank G. Pohl/Schule der Vielfalt

Das Antidiskriminierungsprogramm „Schule der Vielfalt“ setzt sich für die Akzeptanz von unterschiedlichen Lebensentwürfen ein und stärkt Schulen darin, sich gegen die Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren (LSBTIQ*) Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften zu stellen und vorzugehen.

„Schule der Vielfalt“ arbeitet in zwei Handlungsfeldern: zum einen im Bereich der Aus- und Fortbildung beziehungsweise Qualifizierung von Lehrkräften, zum anderen ist es ein konkretes Schulprojekt. Die NRW-Fachberatungsstelle Schule der Vielfalt berät Schulleitungen, Lehrkräfte, Bildungsverantwortliche sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

Das Schulprojekt arbeitet intensiv daran, weitere „offene Schulen“ die sich für mehr Akzeptanz einsetzen als Netzwerkschulen zu gewinnen. Dabei haben die Schulen, die öffentlich sichtbar das Projektschild „Come in“ anbringen und als Projektschulen die Selbstverpflichtung zur Erfüllung der Qualitätsstandards eingehen, Modellcharakter. Teilnehmende Schulen berichten, wie positiv sich ihre Beteiligung auf das Schulklima auswirkt.

Das aus NRW stammende Programm hat längst Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus und ist ein bundesweit ausgerichtetes Projekt. In Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gibt es mittlerweile ebenfalls Projektschulen, die die Qualitätsstandards zur offiziellen Teilnahme erfüllen.

Die Anfragen bei der NRW-Fachberatungsstelle zu Fragen von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Bildungsbereich haben sich im Laufe der Jahre vervielfacht. Die Landeskoordination berät gemeinsam mit den Bezirkskoordinatorinnen und -koordinatoren die Schulen, offizielle Projektschule zu werden.


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