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Lernrückstände aufholen mit dem Programm „students@school“

Das Programm „students@school“ er­möglicht den ziel­ge­richteten Einsatz Stu­die­render an Schulen. Un­ter­richts­er­gänzend werden Schü­le­rinnen und Schüler dabei un­ter­stützt, ihre Lern­rück­stände in den sprach­lichen und ma­the­ma­tischen Ba­sis­kom­pe­tenzen auf­zuholen.

Bild: ©RuhrFutur/Jan Kruse, Human Empir

Die Corona-Pandemie hat auch große Auswirkungen auf Schule und Bildung. Die Zeit des Distanz- und Wechselunterrichts hat trotz des großen Engagements der Lehrkräfte bei einem Teil der Schülerinnen und Schüler zu Lernrückständen geführt. Alle am Schulleben Beteiligten sind somit mehr denn je herausgefordert, diesen und weiteren Effekten der Pandemie entgegenzuwirken. Doch für Schulen und Lehrkräfte ist es im Rahmen des regulären Unterrichts und mit den bestehenden Ressourcen nicht immer möglich, spezielle, auf einzelne Schülerinnen und Schüler zugeschnittene Angebote und Maßnahmen umzusetzen. Zur Stärkung der für den weiteren Bildungsverlauf so bedeutsamen Basiskompetenzen und personellen Unterstützung steht daher seit Ende 2021 das Programm „students@school“ allen allgemeinbildenden Schulformen landesweit offen. 

Zusammen lernen, zusammen stark

Mit durchschnittlich sieben Wochenstunden unterstützen die Studierenden den Unterricht der Lehrkräfte vor Ort personell. Sie ergänzen den Unterricht, indem sie Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen fördern und als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Der Einsatz der Studierenden ist für die Schulen kostenfrei. Bevorzugt berücksichtigt werden Schulen in herausfordernden Lagen. Grundlage hierfür ist der Schulsozialindex. Die Kommunen entscheiden eigenverantwortlich darüber, welche Schulen Studierende zur Unterstützung erhalten und schließen mit den Studierenden entsprechende Verträge. Über ein von RuhrFutur entwickeltes Online-Portal können die Bedarfe und Präferenzen der Schulen mit den Wünschen und Voraussetzungen der Studierenden passgenau abgeglichen werden: https://students-at-school.de/.

Das Honorar für den Einsatz der Studierenden orientiert sich mit 15 Euro Stundenlohn an dem Honorar einer studentischen Hilfskraft im Masterstudium. Studierende finden in diesem Programm eine attraktive Nebentätigkeit und erwerben durch die Erfahrungen in der Schule zusätzliche Kompetenzen, die auch für ihre Ausbildung wertvoll sind. Den Hochschulen steht es zudem frei, die Unterrichtszeiten im Rahmen des Programms „students@school“ als Berufsfeldpraktikum anzuerkennen. Das Angebot richtet sich an Lehramtsstudierende, aber auch Studierende aus anderen Studiengängen mit sozialer beziehungsweise psychologischer Ausrichtung können am Projekt teilnehmen.

Voraussetzung ist, dass die teilnehmenden Universitäten über ein Zentrum für Lehrerbildung verfügen.

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