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Fachforum "Vor Ort gut vernetzt?"

„Es braucht eine bewusste Gestaltung des Feldes“:
Gemeinsame Strategien für kulturelle Teilhabe im ländlichen Raum

Wie lassen sich in kleinen und mittleren Kommunen wirksame Netzwerke für Kulturelle Bildung auf den Weg bringen? Welche Akteur*innen gehören ins Boot? Wie können Kinder und Jugendliche an entsprechenden Prozessen beteiligt werden? Diese Fragen beschäftigten 50 Teilnehmer*innen und Mitwirkende am 23. September 2021 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde. Eingeladen hatte die Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung NRW“ gemeinsam mit dem Regionalen Bildungsnetzwerk Kreis Warendorf.

Neben Grußworten der beteiligten Kooperationspartner und des fördernden Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gab Brigitte Schorn, Leiterin der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW, zum Auftakt einen Ausblick auf Strategien kommunaler Netzwerkbildung:

Um tatsächlich allen Kindern und Jugendlichen Zugänge zu kultureller Bildung zu ermöglichen, braucht es dort, wo Kinder und Jugendliche aufwachsen, eine bewusste Gestaltung des Feldes: der Bildungslandschaft. Es braucht die systematische Entwicklung und Umsetzung ressortübergreifender kommunaler Gesamtkonzepte.“

Gemeinsam aktiv zu werden, sei auch eine Frage der Haltung: "Das bedeutet, die Richtung nicht von einer Stelle aus vorzugeben, Macht abzugeben und kollaborativ unterwegs zu sein.“

Über Thementische und Austauschforen konnten sich die Teilnehmenden anschließend zu Partizipation, Mobilität und Wege des kooperativen Miteinanders von Ehrenamt und Hauptamt austauschen. Auch die Suche nach geeigneten Schnittstellen und Kooperationsformaten beschäftigte die anwesenden Akteur*innen aus Jugend, Kultur und Bildung. Es wurde deutlich: Kommunen in ländlichen Räumen sollten nicht davor zurückschrecken, lokale und regionale Themen und Rahmenbedingungen selbstbewusst aufzugreifen und spezifisch daran anknüpfende Vernetzungsstrategien zu entwickeln. Dabei helfen kann ein offener Blick - auch für neue Kooperationspartner und ungewohnte Formen der Zusammenarbeit, denn Potenzial ist reichlich vorhanden.

Bei Bedarf begleitet die Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung NRW“ diese Prozesse auf dem Weg zu einem kommunalen Gesamtkonzept für kulturelle Bildung. Auch Veranstaltungsformate in Kooperation mit lokalen/regionalen Akteur*innen sind vorstellbar.

Interessierte Kommunen und Gemeinden können sich gern beim Team Gesamtkonzepte melden.