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Rückblick: Fachtag zu Sprachförderung durch Tanz, Theater und bildende Kunst

Der Fachtag zur Sprachförderung durch Tanz, Theater und bildende Kunst fand am 06. Februar 2023 im Zentrum für verfolgte Künste in Solingen statt.

Nicht nur im Zusammenhang mit der Integration von ukrainischen Schüler*innen hat sich Sprachförderung zu einem hoch aktuellen Thema für Lehrer*innen, Künstler*innen, wie auch Ansprechpartner*innen von Bildungs- und Kulturbüros entwickelt.

Entsprechend waren die je fünfzehn Plätze der drei Workshops schnell vergeben:

Im Tanz-Workshop von Sarah Schuhmacher erarbeiteten die Teilnehmenden ausgehend von Alltagsbewegungen, von der Benennung der Körperteile und der Position des Körpers im Raum eine Bewegungsfolge, die Sprachlernenden einen ganzheitlichen Zugang zur Sprache ermöglicht. Auch die Verknüpfung von Bewegung und emotionalen Zuständen unterstützt beim Spracherwerb insofern, als dass das Körpergedächtnis aktiviert wird. Zudem hatten die Teilnehmenden große Freude daran, aus den einzelnen Bewegungsfolgen fließende Choreographien zu machen. Für Sprachlernende führt das zu etlichen authentisch motivierten Sprachanlässen.

Dieselbe Grundlage des ganzheitlichen, körperlichen Zugangs nutzte auch der Theater-Workshop von Tessa Razzaghi: Durch Theater-Übungen in einfacher Sprache erarbeiteten die Teilnehmenden einen körperlich motivierten Zugang zum Rhythmus der deutschen Sprache, wie z.B. durch Klatschspiele.

Gisela Elbracht-Iglehaut erprobte mit den Teilnehmenden, wie einerseits die Bildbetrachtung über die eigenen Emotionen und Erfahrungen zur Worterschließung und Wortschatzarbeit beitragen kann. Wie z.B. die Wortschatzarbeit zur Personenbeschreibung durch das Malen oder Skizzieren unterstützt werden kann, erfuhren die Teilnehmenden im praktischen Teil in der Kunstwerkstatt.