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10 Jahre Kulturrucksack NRW – den Rucksack zukunftsfähig packen

Fachtag am 10. November 2022 in der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, Remscheid

Alle Fotos: Jörg Meier

Im 10-jährigen Jubiläumsjahr des Landesprogramms lud das Land Nordrhein-Westfalen Kulturrucksack-Beauftragte, Kulturschaffende und andere Interessierte zum Fachtag mit dem Titel „Den Wandel gestalten – Kulturelle Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ein.

Über 100 Teilnehmende gingen den Fragen nach dem Zusammenspiel der Bereiche Kultureller Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung nach. Zwischen Speeddating und Themenwerkstätten tauschten sie sich mit Expert*innen aus dem Bereich BNE über Konzepte, Praxisbeispiele und Gelingensbedingungen der Zusammenarbeit aus.

In ihren Grußworten machten die Direktorin der Akademie, Prof. Dr. Keuchel und Dr. Reitemeyer vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW deutlich, wie wichtig es für 10-14.jähige ist, Zugänge zu kultureller Bildung zu finden. und sind. Dafür und für die aktive Auseinandersetzung mit Kunst schafft der Kulturrucksack seit zehn Jahren die notwendigen Strukturen. Michael Reitemeyer: „Der Kulturrucksack NRW fördert die, die Toleranz sich irritieren zulassen, die Fähigkeit zum Perspektivwechsel, l zu staunen, innezuhalten und nachzudenken.“

Wegbegleiter des Kulturrucksacks NRW gaben einen persönlichen Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre. Uwe Schulz vom Ministerium für Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW erläuterte, dass für ihn die Grundidee des Kulturrucksacks außerschulische Angebote zu schaffen und Künstler*innen zu vernetzen auch nach 10 Jahren noch immer trägt und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft ein großes Thema bleiben wird.

Dr. Ina Rateniek, die langjährige Leiterin der Koordinierungsstelle Kulturrucksack NRW betonte die 100%-Förderung für den Kulturrucksack und die kontinuierliche Begleitung durch die Koordinierungsstelle als wesentliche Aspekte des Erfolgs.

Kulturrucksack-Beauftragte Anke Holgersson und Gabriele Kloke, wiesen darauf hin, wie viel der Kulturrucksack in ihren Städten bewegt hat und wie entscheidend die Beteilung von Jugendlichen ist: „Je mehr Jugendliche eingebunden werden, desto mehr identifizieren sie sich mit ihrer Stadt“.

Nach einem fachlichen Input zu Potenzialen und Herausforderungen der Kulturellen Bildung für nachhaltige Entwicklung von Prof. Dr. Susanne Keuchel begann der inhaltliche Teil des Fachtags. Bei einem Speeddating konnten sich die Teilnehmer*innen aus dem Praxisfeld der kulturellen Bildung sich mit potenziellen Partner*innen aus dem Bereich „BNE“ vernetzen.

Am Nachmittag luden verschiedene Themenwerkstätten ein, „nachhaltiges Stadt(er)leben“ in Verbindung mit Kunstprojekten kennenzulernen, kreative Methoden zur Förderung nachhaltigen Handelns zu entdecken oder mit Videokameras und Mikros auf filmisch-literarische Reise in die Natur zu gehen.

Ein Podiumsgespräch mit Amelie Paasen (youpaN) und Marcel Kupfer (youpaN), Hendrik Kemper-Vodegel (KoBIZ Kreis Euskirchen), Günther Klarner (ANU Deutschland), Dr. phil. Insa Winkler (Bildende Künstlerin) und Moderatorin Kerstin Hübner (BKJ) gab Impulse zu einer stärkeren Beteiligung junger Menschen bei der Entwicklung und Gestaltung von Projekten, die im Zusammenspiel von Kulturellen Bildung und Bildung für nachhaltiger Entwicklung entstehen.

Zum Ende der Tagung gab Anna Rudat. Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW einen Ausblick auf die Weiterführung des Landesprogramms Kulturrucksack NRW und lud zum gemeinsamen Umtrunk bei musikalischer Begleitung der Musikschule Remscheid.