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Partizipation im Kulturrucksack

Der zweite Erfahrungsaustausch der Kulturrucksack-Beauftragten in der Stroetmanns Fabrik, Emsdetten

Foto: Jörg Meier Fotografie

„Eigene Themen werden zum Inhalt des Projektes“, „Bedarfsgerechte Angebote“, „Identifizierung mit dem Programm“ – dies sind nur einige der Aussagen aus demWorld-Café. 45 Kulturrucksack-Beauftragte diskutierten in acht Kleingruppen u. a. über den Mehrwert von teilhabeorientierten Ansätzen, Herausforderungen und konkrete Möglichkeiten zur Einbeziehung junger Menschen.

Es wurde deutlich, dass eine höhere Identifikation mit dem jeweiligen Vorhaben zu einer größeren Nachfrage entsteht: Damit können mehr Kinder und Jugendliche erreicht werden. Mehrere Faktoren sind wichtig, um in den engen Austausch mit der jungen Zielgruppe zu gehen: Flexibilität bei Planung und Durchführung der Angebote sowie Offenheit und das Interesse der ausführenden Künstler*innen.
In der Begrüßung machte Herr Dr. Reitemeyer vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW deutlich, wie wichtig der Landesregierung die Einbeziehung und der Dialog mit der Zielgruppe des Kulturrucksacks ist.

Im kommenden Jahr feiert der Kulturrucksack sein 10-jähriges Jubiläum. Neben einem Jubiläumsfachtag und einem Aktionstag ist auch ein BarCAMP mit Kindern, Jugendlichen und Kulturrucksackbeauftragten geplant.

Um regional- und strukturspezifische Fragen mit weiteren Kolleg*innen aus den beteiligten Kommunen besprechen zu können, gab es zusätzliche Austauschrunden. Für Einzelkommunen stand vor allem der Frage nach der zielgerichteten Ausgabe zahlreicher Fördermittel (z. B. „Aufholen nach Corona“ und Förderpauschale Kulturrucksack) im Vordergrund. Die Verbund-Kommunen sowie Kreise beschäftigte die Fragen nach kreis- und kommunalübergreifenden Netzwerkstrukturen und die zielgruppenorientierte Ansprache.

In einer Fishbowl-Diskussion stellten sich Herr Dr. Reitemeyer und Herr Jung als Vertreter der Ministerien den Fragen der Teilnehmenden. Ob Künstlernachwuchs, das Einfordern von Führungszeugnissen, Orientierungsvorgaben für Honorarsätze oder die weiteren Planungen zum Jubiläumsjahr – die Fragen waren vielfältig und führten zu einem anregenden Dialog mit den Ministerien.

Der zweite Erfahrungsaustausch der Kulturrucksack-Beauftragten wurde von einer Führung durch das soziokulturelle Zentrum „Stroetmanns Fabrik“, den angrenzenden Park und den neu entstehenden Dritten Ort „Kulturhof Deitmar“ anregend eingerahmt.