Die Römer in Bonn

Schule/Kontakt:
Katholische Hauptschule St. Hedwig
An der Josefshöhe 1
53117 Bonn
Tel.: 0228/777800

Ansprechpartnerin: Cornelia Korn, Email: hedwigschule-bonn@freenet.de (Cornelia Korn)

Jahrgangsstufe/n: Jahrgangstufe 6
Fach/Fächer: Geschichte/Kunst
Zeitbedarf:
2 Stunden: Museumskoffer
2 Stunden: Museum
3 Stunden: historischer Rundgang
Vor- und Nachbereitung unterschiedlich, je nach Ausführlichkeit

Kurzbeschreibung des Projektes:

Dieses Projekt wurde fächerübergreifend – Geschichte, Kunst – im schulischen und außerschulischen Kontext durchgeführt. Um die historischen Grundlagen – rezeptiv, kommunikativ - zu schaffen und einen Einstieg ins Thema zu leisten, brachte eine Museumspädagogin einen „Römerkoffer“ mit in die Schule. Eine Führung samt Rallye durchs Museum sowie eine Stadtführung („Die Römerzeit in Bonn“) – rundeten das Projekt ab (handlungsorientiert).

Projektpartner

Rheinisches Landesmuseum Bonn
Colmantstraße 14 – 16
53115 Bonn

www.rlmb.lvr.de

Ansprechpartner: 0228/ 2070 0, 01805 / 743465

Alternative Projektpartner

Museen vor Ort mit Thema Römer.

Lehrplanbezug

1000 Jahre Römer,  Römer in Bonn
Die Fähigkeit und Bereitschaft, die Geschichte der eigenen Region, Gruppe, Nation in     Beziehung zur Geschichte anderer Regionen, Gruppen und Nationen zu setzen.

Projektbeschreibung

Die Unterrichtsreihe: „1000 Jahre Römer“ bietet in Bonn viele konkrete lokalgeschichtliche Ansatzpunkte. Da einige Schüler bereits Vorwissen aus der Grundschule mitbrachten, musste zunächst eine gemeinsame Basis geschaffen werden.

Um einen spannungsgeladenen Einstieg ins Thema zu finden, wurde eine Museumspädagogin mit dem Museumskoffer in die Schule eingeladen. Die Museumspädagogin verstand es mit ihren aus dem Koffer „gezauberten“ „wertvollen“ Exponaten die Schüler/innen zu motivieren und deren Wissensstand zu aktivieren. Mithilfe des Museumskoffers wurden Grundlagen der römischen Geschichte angerissen – ca. 2 Stunden.

Durch den Besuch der Museumspädagogin wurde bei den Schüler/innen das Interesse an einem Besuch im Museum geweckt. Es wurde ein Spannungsbogen erzeugt, der sich insgesamt positiv auf die Erarbeitung der gesamten Thematik auswirkte.

Vor dem Museumsbesuch sollte eine Vertiefung unterschiedlichster Aspekte des Themas erfolgen. Im Rahmen einer Kooperation mit der Stadtteilbücherei wurde uns eine Bücherkiste zum Thema zusammengestellt. In Gruppen wurden verschiedene Unterthemen der römischen Geschichte erarbeitet und auf Plakaten präsentiert.

Danach stand der Besuch im Rheinischen Landesmuseum mit einer ca. zweistündigen Rallye an. Die Fragen für die Rallye habe ich auf meine Bedürfnisse zugeschnitten  – das Ergebnis eines Vorbesuchs meinerseits. Die Schüler/innen sollten die Fragen in Vierer-Gruppen bearbeiten, zum Teil in der Gruppenzusammensetzung, in der sie zuvor im Unterricht verschiedene Unterthemen bearbeitet hatten.

Inspiriert durch das Museum entstand die Idee, auch eine Römerausstellung mit eigenen „Exponaten“ zu machen. Die Bücher aus der Bücherkiste boten vielerlei Anregung. So wurden mit großer Begeisterung Römersandalen, ein Modell der Stadt Rom mit Aquädukt, Tempel, Stadtmauer, römischer Therme, das Collosseum, Mosaike, Wachstafeln, Schmuck und ein Limesmodell gewerkelt. Diese Exponate wurden im Rahmen unserer Schulfeier in einem extra hergerichteten Geschichtsraum (zur Hälfte Ägyptenausstellung und zur Hälfte Römerausstellung) aufgebaut. Die Rückmeldung der Besucher war sehr positiv  und die Schüler/innen waren sehr stolz auf ihr Ergebnis.

Abgerundet wurde die Unterrichtseinheit durch einen römischen Stadtrundgang, wobei vor allem im schulischen Umfeld einiges in punkto: Wo lebten die Römer - Römische Siedlungen zu finden ist. Hier bietet auch das Touristikamt der Stadt Bonn spezielle Stadtrundgänge an.

Ziele

  • Die Schüler/innen sollen die wichtigsten Faktoren römischer Geschichte kennen.
  • Sie sollen die Geschichte der eigenen Region kennen.
  • Sie sollen erkennen, dass sich Geschichte nicht irgendwo vollzieht, sondern die eigene Region wichtige Relikte aufweist.

Sie sollen das Museum  und andere kulturelle Einrichtungen als interessante und informative Orte kennen  und schätzen lernen. Dieser Aspekt ist gerade bei Hauptschülern von besonderer Bedeutung, da sie oft nur durch die Schule Zugang zu solchen Einrichtungen finden. Außerschulische Orte haben für sie eine andere Wertschätzung.

Lerneffekte

Erfahrungsgemäß hat der außerschulische Unterricht für die Schüler/innen einen anderen Charakter, eine andere Wertschätzung. Museumsbesuche sind gerade für Hauptschüler von besonderer Bedeutung, da sie häufig nur durch die Schule die Möglichkeit eröffnet bekommen, kulturelle Einrichtungen kennen zu lernen.

Besonderheiten

Das Museum arbeitet sehr eng mit Schulen zusammen und bietet eine Vielzahl von Workshops, Projekttagen, Kooperationen, Kindermitmachausstellungen und Lehrerfortbildungen an. Hierzu lohnt ein Blick auf die Internetseite: www.rlmb.lvr.de

Durchführungsmöglichkeiten

  • Erarbeitung historischer Grundlagen im Fachunterricht
  • Museumspädagogin kommt mit dem römischen Museumskoffer in die Schule
  • praktisch-kreatives Arbeiten: Bau eines Limesmodells und wichtiger historischer Bauten in Rom, Modell der Stadt Rom, Anfertigen von Mosaiken, Wachstafeln, Schmuck,...
  • Museumsbesuch: Rallye durch das Museum
  • Rundgang durch das römische Bonn
Wichtiger Hinweis: Schulen können nach wie vor Museumskoffer für den Unterricht ausleihen. Allerdings kann keine pädagogische Fachkraft mehr dazu gebucht werden; diese Möglichkeit gab es nur während der Zeit, als das Museum wegen Umbaus geschlossen war.

Kosten

Schülerführungen 26,00 Euro zzgl. Eintritt im Klassenverband 1,50 € pro Schüler.

© 2014 Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW – Akademie Remscheid

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