Wandmalerei im öffentlichem Raum

Schule/Kontakt:

Helmholtz-Gymnasium
Helmholtzstr. 18
53123 Bonn

Tel.: 0228 - 77 72 50

Ansprechpartnerin: Luise Günther, Email: luna-luise@web.de

Jahrgangsstufe/n: Sek. II

Fach/Fächer: Kunst

Zeitbedarf: Ca. 20 Unterrichtsstunden

Kurzbeschreibung des Projektes:

Schülerinnen und Schüler gestalten die längere Betonwand an einer Straßenbahnhaltestelle mit Wandmalereien im Stile der Pop-Art.

Projektpartner

Stadt Bonn (Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit)

und

Jugendkunstschule „Arte-fact"
Graurheindorfer Str. 69
53111 Bonn

www.artefact-bonn.de

Alternative Projektpartner

Andere Kommunen und Jugendkunstschulen, Künstler/innen

Lehrplanbezug

Besondere Berücksichtigung des Handlungsfeld A (Produktion von Bildern, LP Kunst Sek II, S. 11) und des Lernaspekt 1 (Bilder als Gestaltungsvorgänge, ebd. S. 14)

Projektbeschreibung

Für dieses Projekt wurde das Helmholtz-Gymnasium in Bonn direkt von der Stadt Bonn angefragt. Das Angebot war, eine längere Betonwand an einer Straßenbahnhaltestelle von den Schüler/innen bemalen zu lassen. Die Grundierung und Farbe wurde von der Stadt bezahlt und die Motive konnten frei gewählt werden. Der Leistungskurs Kunst hat sich dann im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema Pop-Art mit dem Vorhaben auseinandergesetzt.

Als geeignetes Thema oder Motiv haben sich die Schüler/innen für „Helden des Alltags" entschieden und in Zweierteams dazu ein Bild in der Größe von ca. 2 x 5 m entwickelt (z.B. Multitasking Mutter, DJane, Feuerwehrmann, Superwoman, Arzt) und dieses in Anlehnung an die gestalterischen Mittel Roy Lichtensteins umgesetzt. In der Unterrichtszeit wurden Motive entwickelt und Entwürfe angefertigt. In anderthalb Tagen wurden dann die Motive auf die Wand übertragen.

Zunächst wurde die Betonwand grundiert und dann mit kräftigen Abtönfarben bemalt. Die einzelnen Bilder wurden ohne Lücke (etwa wie in einem Filmstreifen) nebeneinander gesetzt. Während der Malaktion an der Haltestelle war die Vertreterin der Jugendkunstschule Arte-fact anwesend und hat die Schüler/innen in ihrer Arbeit unterstützt. Als letztes wurde noch eine transparente, abweisende Spezialfarbe aufgetragen, um die Bilder vor Graffitisprayern zu schützen.

Ziele

Bei diesem Projekt geht es in erster Linie darum, einen öffentlichen Ort im Stadtraum neu zu gestalten. Ziel ist es, für die vorgegebene Fläche (hier die Länge der Betonwand an einer Bahnhaltestelle) eine Gestaltung zu entwickeln, die sowohl künstlerischen Anspruch hat, als auch von Fußgängern positiv wahrgenommen wird. Zum einen hatte in diesem Fall die Stadt Bonn das Ziel, die Bahnhaltestelle attraktiver zu machen. Gleichermaßen stellte dies für die Schüler und Schülerinnen eine große Herausforderung und gewinnbringende Erfahrung dar.

Lerneffekte

Die Schüler und Schülerinnen setzen sich bei diesem Projekt zunächst einmal mit dem Arbeiten im und für den öffentlichen Raum auseinander, wofür der Kunstunterricht sonst selten Gelegenheit bietet. Sie sind herausgefordert, eine Gestaltung zu konzipieren, die zum einen ihren künstlerischen Ansprüchen und Fähigkeiten entspricht und an die Rahmenbedingungen angepasst werden muss, und zum anderen für ein breites Publikum zugänglich erscheint. In diesem Fall - und sicherlich auch in ähnlichen Projekten dieser Art - erproben sie sich zudem im großformatigen Arbeiten und müssen sich gezielt mit der Materialfrage auseinandersetzen (Regenresistenz, Graffiti abweisend usw.)

Besonderheiten

Ohne die Zusammenarbeit mit der jeweiligen Stadt, wo das Projekt stattfindet, ist dies nicht durchführbar.

Durchführungsmöglichkeiten

Die Arbeit mit der Jugendkunstschule Arte-Fact war sehr unproblematisch. Neben der Farbe wurden den Schüler/innen bei der Malaktion auch Getränke und kleine Snacks zur Verfügung gestellt. Die Stadt Bonn hat neben den Materialkosten auch Fahrtkosten für die Schüler/innen übernommen, da die Bahnhaltestelle nicht im Zentrum von Bonn gelegen ist.

Wenn man wie in diesem Fall nicht direkt von der Stadt für solche Projekte angesprochen wird, kann man sich andersherum auch selbst an die Stadt (Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit oder Bauamt) wenden. Freie Flächen an Haltestellen oder in Unterführungen sind in jeder Stadt vorhanden, und der Wunsch, diese zu gestalten und nicht den Sprayern zu überlassen, ist oft groß. Wenn man sich mit einem konkreten Vorschlag an die Stadt wendet, ist es gut denkbar, dass diese die Materialkosten übernimmt. Alternativ bieten sich auch temporäre Bauzäune zur Bemalung an. Ein ähnliches Projekt fand in Bonn im Zusammenhang mit der Sparkasse statt. Hier hat die Sparkasse die Wandmalerei finanziert, da sich der Bauzaun an einer Filiale befand. Grundsätzlich sind Banken auch oft bereit, solche öffentlich sichtbaren Projekte zu sponsern, da sie damit auch für sich werben können.

Kosten

Kostendeckung durch Sponsoren, Fördervereine, Kommunen

© 2014 Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW – Akademie Remscheid

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