Mosaik des Lebens

Junge im RollstuhlSchule/Kontakt:

Integrierte Gesamtschule Bonn Beuel
Siegburger Str. 321
53229 Bonn

Tel. 0228 - 77 71 69

www.gebonn.de
Email: gebonn@t-online.de

Jahrgangsstufe/n: ganze Jahrgangstufe 5 mit 6 Klassen, insgesamt ca. 170 Schülerinnen und Schülern

Fach/Fächer: Kunst, soziales Lernen; Deutsch, Sport, Methodentraining

Zeitbedarf: pro Klasse 12 Unterrichtsstunden ( für den Jahrgang insgesamt 72)

Kurzbeschreibung des Projektes:

In diesem Theaterworkshop üben sich die Schülerinnen und Schüler unter professioneller Anleitung im Improvisationsspiel, in Darstellungsübungen und im Reflektieren ihrer szenischen Darstellungen.

Projektpartner

Theater DIE RABEN und dramatisches zentrum bonn e.V.
Adresse Auguststrasse 10,
53229 Bonn

Homepage  www.theater-die-raben.de

Tel. 0228 - 47 67 27

Ansprechpartner / Kulturpädagogische Fachkraft

Renate Brüne / Bernd Loschnig (dzb)

Alternative Projektpartner

Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen, Theater

Lehrplanbezug

Kernlehrplan Deutsch Gesamtschule, dort (S. 26)
3.1 Gestaltend sprechen/szenisch spielen.

11. Sie sprechen gestaltend in vorgegebenen Situationen (Artikulation, Tempo und Intonation / Modulation; Körpersprache: Mimik und Gestik).

12. Sie tragen kürzere Texte auswendig vor (z.B. als Möglichkeit der Texterschließung erproben).

13. Sie setzen beim szenischen Spiel verbale und nonverbale Mittel ein und erproben deren Wirkung (in der Darstellung eigener Erlebnisse, Haltungen, Situationen); Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit.

Projektbeschreibung

Ganztägiger Workshop auf der Studiobühne und im Probenraum unter professionellen Bedingungen, 9:00 - 14:30 incl. Mittagspause, Vorbereitungstreffen mit den Klassen in der Schule, Vorbereitungsgespräch mit den Tutoren, Probentag mit allen Klassen in der Schulaula (Hauptprobe), Abschluss mit allen Gruppen und Vorstellen der Arbeitsergebnisse untereinander als Spiel-Stafette. Eine Abschluss-Präsentation für Externe ist in dieser ersten Theater-Werkstatt / diesem ersten Theatertag nicht geplant. Vorgesehen ist eine Fortführung mit einem zweiten Theatertag in der Klasse 6, der dann auch eine öffentliche Präsentation enthalten soll.

Das Projekt bindet sich an den Schwerpunkt „soziales Lernen" in der Jgst. 5 an, das mit einer Wochenstunde fest im Stundenplan vertreten ist. Angeknüpft wird ebenso an das Methodentraining in der 5, das standardmäßig in zwei Projektwochen (vor den Herbstferien eine und zum Anfang des 3ten Quartals im Schul-Curriculum der 5 die zweite) erteilt wird, und intensiv auf selbstständiges und selbst überprüfendes Lernen der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet ist.

Die theaterpädagogischen Arbeitsweisen und damit verbundenen Übungen und dramaturgischen Anleitungen beziehen sich auf ein „erzählendes, bildhaftes Theater", das anschaulich und adressatengerecht im szenischen Spiel mündet. Improvisationsspiel, Darstellungsübungen und Reflektionen zu den szenischen Darstellungen der Schülerinnen und Schüler beziehen sich auf den Kernlehrplan Deutsch Sek. I Gesamtschule NRW. Punkt 13: „Sie setzen beim szenischen Spiel verbale und nonverbale Mittel ein und erproben deren Wirkung", dabei wird die „... Darstellung eigener Erlebnisse, Haltungen und Situationen" genutzt. Erzählt und gespielt werden „... Erlebnisse und Begebenheiten nach Vorlagen anschaulich und lebendig", sie lernen dabei „... in Ansätzen Erzähltechniken" anzuwenden. Ausgangspunkt sind in diesem Projekt Bilder und einfache Begriffe, die den Schülern entsprechende Spiel- und Erzählimpulse geben.

Beschreibung der Kontakte zwischen Schule und Kultureinrichtung

Für die Zusammenarbeit von Theaterpädagogen, Künstlerinnern und Künstlern mit den Tutoren, speziell den Fachlehrern für Deutsch, ist ein Vorbereitungsworkshop sinnvoll, um die besonderen Zugänge zum Erzählen auf der Bühne aus der Improvisation heraus zu vermitteln. Damit soll eine zu frühe literale Festlegung von Texten vermieden, bzw. eine Stärkung der „oralen Tradition" als besondere Kompetenz für das darstellende Spiel bei den Schülerinnen und Schülern ermöglicht werden.

Organisatorisch muss mit der Schulleitung ausreichend vorgearbeitet werden, damit dieses Projekt zeitlich kompakt ablaufen kann, und auch die Qualität der externen Kräfte und des außerschulischen Lernortes „Studiobühne" ohne Nachteile zur Wirkung kommen kann.

Ziele

Siehe Lerneffekte

Lerneffekte

Ein Transfer in das soziale Lernen kann direkt beobachtet werden durch die verpflichtende Ernsthaftigkeit der Vorspiel- bzw. Aufführsituation am Ende des Projektes und das damit verbundene positive Werk-Erlebnis. Das subjektorientierte Lernen steht im Vordergrund.

Die Schülerinnen und Schüler waren zunehmend von der Probenarbeit überzeugt und am Ende froh, die Aufführung gewagt zu haben. Sie stellten explizit fest, dass sie gut waren, tatsächlich etwas konnten, was auch von den anderen akzeptiert wurde. Theater war für sie nicht mehr eine andere Form von TV oder Video, sondern etwas selbst Gestaltetes und Wertvolles.

Besonderheiten

An diesem Projekt waren 173 Schülerinnen und Schüler beteiligt, davon zwei Integrationsklassen. 4 Theaterpädagogen/ Künstlerinnen (in diesem Projekt verfügen die theaterpädagogisch Tätigen über eine ausgewiesene, langjährige, eigene künstlerische Tätigkeit als Schauspielerinnen, Regisseure, Musiker) haben es mit ihnen durchgeführt.

Durchführungsmöglichkeiten

Der außerschulische Lernort Studiobühne kann nicht jeder Schule angeboten werden (Transport / räumliche Nähe zu einem brauchbaren Spielort), diese Studiobühne kann jedoch für eine begrenzte Zeit auch mobil in einer Schule aufgebaut werden. Die Schulaula kann, soweit eine räumliche Eignung besteht, dafür genutzt werden. Für die Arbeit werden allerdings unbedingt zwei geeignete Räume gebraucht, da Klassen in je zwei Teams (zweimal 12-15 Schülerinnen) aufgeteilt werden, die jeweils von einer Künstlerin bzw. einem Theater­pädagogen angeleitet werden. Mit weiterführenden Aufgabenstellungen und entsprechenden Themen kann das Grundkonzept auf alle Jahrgangstufen der Sekundarstufe 1 angewandt werden. Für den Jahrgang 10 siehe Kernlehrplan Deutsch 3.1. 13 Interpretation literarischer Text mithilfe szenischen Spiels. Hier ist auf die besondere Möglichkeit der szenischen Erarbeitung und individuellen Erforschung der Textvorlage und der Verbindung mit dem subjektiven „inneren Spiel", der Verknüpfung psychischer Handlungen mit physischen Handlungen und Haltungen zu verweisen, und den Chancen, die in einer solchen Figurenerarbeitung und so entwickelten Drama-Arbeit liegen. Für diese Variante braucht es aber dafür ausgebildete Fachkräfte (erfahrene Regie, vergleichende Dramaturgie, Drama-Arbeit, Improvisation zur szenischen Entwicklung, erfahrene Theaterpädagog/innen).

Kosten

Nach Absprache mit den zu beteiligenden Künstlern und Pädagogen, deren Anzahl wiederum von der Gruppenstärke abhängt.

© 2014 Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW – Akademie Remscheid

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